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Prüfung · 3 Min. Lesezeit

Die praktische Prüfung beim TÜV SÜD in Backnang: Ablauf und Vorbereitung

Dauer, Ablauf, die häufigsten Fehler — und was am Prüfungstag tatsächlich zählt.

Prüfer mit Klemmbrett am Fahrzeug

Wie es abläuft

Die praktische Prüfung für die Klasse B dauert mindestens 55 Minuten reine Fahrzeit. Dazu kommen die Begrüßung, ein paar technische Fragen am stehenden Fahrzeug und am Ende die Rückmeldung.

Im Auto sitzen drei Personen: du am Steuer, der Prüfer der Prüforganisation und dein Fahrlehrer. Der Prüfer gibt die Anweisungen, dein Fahrlehrer greift nicht ein — er ist als Ausbilder dabei, nicht als Helfer.

Was geprüft wird

  • Fahren im Stadtverkehr, außerorts und, wenn möglich, auf der Autobahn oder Kraftfahrstraße
  • Grundfahraufgaben: rückwärts einparken, Umkehren, Gefahrbremsung — meist zwei bis drei davon
  • Vorausschauendes und umweltbewusstes Fahren
  • Ein paar technische Fragen vor der Fahrt, etwa zur Beleuchtung oder zum Reifendruck

Was am häufigsten schiefgeht

Nach unserer Erfahrung sind es selten spektakuläre Fehler. Es sind fast immer dieselben drei Dinge:

Zu wenig Schulterblick. Beim Abbiegen, beim Spurwechsel, beim Anfahren. Der Spiegel allein reicht nicht, und der Prüfer sieht genau hin.

Falsche Geschwindigkeit. Nicht nur zu schnell — auch deutlich zu langsam ist ein Fehler, weil es andere behindert. Dreißig in der Fünfzigerzone fällt auf.

Unsicherheit beim Vorfahrtsrecht. Besonders an Kreuzungen ohne Beschilderung und beim Einfädeln. Das ist Theorie, die in der Praxis abgefragt wird.

Was am Prüfungstag zählt

Ein Fehler ist noch kein Durchfallen. Entscheidend ist, ob ein Fehler die Verkehrssicherheit gefährdet hat. Wer einmal etwas zu spät blinkt, besteht trotzdem; wer jemandem die Vorfahrt nimmt, nicht.

Und noch etwas, das unterschätzt wird: Ruhe. Die meisten, die durchfallen, können eigentlich fahren — sie waren nur so angespannt, dass sie Selbstverständliches vergessen haben. Deshalb üben wir in den letzten Stunden bewusst unter Prüfungsbedingungen, damit der Tag selbst nichts Neues mehr ist.

Falls es doch schiefgeht: Eine Wiederholung ist frühestens nach zwei Wochen möglich. Das ist kein Drama und passiert regelmäßig — auch guten Fahrern.

Wenn du durchfällst

Etwa jede dritte praktische Prüfung wird bundesweit nicht bestanden. Es ist also weder selten noch ein Urteil über dich. Der Prüfer sagt dir direkt danach, woran es lag — hör genau zu, das ist die präziseste Rückmeldung, die du bekommst.

Zwischen zwei Versuchen liegen mindestens zwei Wochen. Diese Zeit ist keine Strafe, sondern nützlich: Zwei bis vier gezielte Fahrstunden an genau der Schwäche bringen mehr als zehn allgemeine. Fällig werden beim zweiten Versuch das Vorstellungsentgelt und die Prüfungsgebühr erneut.

Was du am Prüfungstag dabeihaben musst

  • Personalausweis oder Reisepass — ohne gültiges Ausweisdokument findet die Prüfung nicht statt
  • Die Prüfungsbescheinigung, die du von uns bekommst
  • Deine Sehhilfe, falls im Antrag vermerkt — auch wenn du sie sonst nicht immer trägst
  • Bequeme Schuhe, in denen du das Pedalgefühl hast

Die letzten 24 Stunden

Am Vorabend noch schnell zwei Fahrstunden zu nehmen bringt nichts — außer Müdigkeit. Was hilft: früh schlafen, vorher etwas essen, und pünktlich da sein, damit du nicht gehetzt einsteigst.

Und ein Satz, den wir jedem mitgeben: Ein Fehler ist nicht das Ende der Prüfung. Durchgefallen bist du bei einem schweren Fehler oder bei mehreren leichten in derselben Kategorie. Wer nach einem verpassten Schulterblick innerlich aufgibt, macht daraus erst das Problem, das es vorher nicht war.

Stand: 07. September 2026. Angaben zu Gebühren und Fristen können sich ändern — verbindlich ist die Auskunft des Landratsamts Rems-Murr-Kreis und der Prüforganisation.

Noch Fragen?

Komm vorbei oder schreib kurz — Montag, Dienstag und Donnerstag von 16:30 bis 18:30 Uhr, mittwochs schon ab 11:00 Uhr in der Aspacher Straße 40.

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