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Klasse BE

Anhängerführerschein Klasse BE in Backnang

Die echte Fahrerlaubnisklasse für schwere Anhänger — mit praktischer Prüfung, dafür ohne Gewichtsgrenze beim Gespann bis sieben Tonnen.

Deichsel, Stützrad und Kugelkupplung eines Anhängers aus der Nähe

BE ist im Unterschied zu B96 eine eigenständige Fahrerlaubnisklasse. Damit darfst du Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3.500 kg ziehen; das Gespann aus Zugfahrzeug und Anhänger darf bis zu 7.000 kg wiegen. Für große Wohnwagen, schwere Pferdeanhänger oder Baumaschinen ist das meist die richtige Wahl.

Eine erneute Theorieprüfung brauchst du nicht — deine Klasse B gilt weiter. Es gibt aber eine praktische Prüfung beim TÜV SÜD. Du fährst mindestens fünf Fahrstunden zu je 45 Minuten: drei Überlandfahrten, eine Autobahnfahrt und eine Nachtfahrt, jeweils mit Anhänger.

Geübt wird das, worauf es in der Prüfung ankommt: Rangieren rückwärts um die Ecke, Ankuppeln und Abkuppeln, das Fahrzeug sichern, und vor allem das Gefühl für die veränderte Länge und das Kurvenverhalten. Wer schon mit Anhänger gefahren ist, braucht meist wenig; wer noch nie rangiert hat, sollte etwas mehr Zeit einplanen.

Was du damit fahren darfst

  • Anhänger bis 3.500 kg zulässige Gesamtmasse
  • Gespann bis 7.000 kg zulässige Gesamtmasse
  • Keine erneute Theorieprüfung
  • Mindestens 5 Sonderfahrten: 3× Überland, 1× Autobahn, 1× Nacht
  • Praktische Prüfung beim TÜV SÜD

Passt das zu dir?

Für wen sich Klasse BE lohnt

Dein Gespann liegt über 4.250 Kilogramm

Wenn B96 nicht mehr reicht, ist BE der nächste Schritt. Damit ziehst du Anhänger von über 750 bis 3.500 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse.

Du transportierst regelmäßig schwer

Große Pferdeanhänger, Maschinen, Baustellenmaterial. Wer das häufig macht, will nicht bei jedem Transport nachrechnen müssen.

Du willst richtig ausgebildet sein

Anders als bei B96 gibt es hier eine praktische Prüfung — und damit eine unabhängige Bestätigung, dass du das Gespann sicher beherrschst.

Schritt für Schritt

So läuft es bei uns ab

  1. Voraussetzung prüfenDu brauchst die Fahrerlaubnis der Klasse B. Eine theoretische Ausbildung und eine Theorieprüfung entfallen.
  2. ÜbungsfahrtenWie viele du brauchst, hängt von deiner Erfahrung mit Anhängern ab. Rückwärtsrangieren ist erfahrungsgemäß der Teil, der Zeit braucht.
  3. Fünf Pflicht-SonderfahrtenDrei Überlandfahrten, eine Autobahnfahrt, eine Fahrt bei Dunkelheit. Diese fünf sind gesetzlich vorgeschrieben.
  4. Praktische PrüfungRund 45 Minuten beim TÜV SÜD, davon etwa 25 Minuten reine Fahrzeit. Dazu kommen Rangier- und Grundfahraufgaben.

Was es kostet

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Bei BE gibt es einen festen Sockel, den viele unterschätzen: die fünf Pflicht-Sonderfahrten.

  • Fest: fünf Sonderfahrten und die Vorstellung zur praktischen Prüfung.
  • Variabel: die Übungsfahrten. Wer schon Anhängererfahrung hat, braucht deutlich weniger.
  • Es entfallen: Theorieunterricht, Theorieprüfung und deren Gebühren.

Häufiger Irrtum

„BE ist nur ein etwas größeres B96.“

Der Unterschied ist erheblich. B96 sind siebeneinhalb Stunden ohne Prüfung, BE verlangt fünf Pflicht-Sonderfahrten und eine praktische Prüfung beim TÜV. Dafür fährst du mit BE deutlich schwerere Anhänger. Welche der beiden Varianten du brauchst, entscheidet allein das Gewicht deines Gespanns.

Häufige Fragen

Was uns zu Klasse BE oft gefragt wird

Was darf ich mit BE genau ziehen?

Fahrzeuge der Klasse B mit einem Anhänger von über 750 bis 3.500 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse. Das Zugfahrzeug selbst darf 3.500 Kilogramm nicht überschreiten.

Muss ich noch einmal Theorie machen?

Nein. Für BE ist weder theoretischer Unterricht noch eine Theorieprüfung vorgeschrieben, wenn du die Klasse B bereits hast.

Wie lange dauert das?

Mit den fünf Pflicht-Sonderfahrten und einigen Übungsstunden ist BE bei entsprechender Terminlage in zwei bis vier Wochen machbar.

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